Was ist dein Geld in zwanzig Jahren noch wert — und was war es vor zwanzig Jahren wert? Der Rechner arbeitet in beide Richtungen: vorwärts mit den Projektionen von EZB und Bundesbank, rückwärts mit dem amtlichen Verbraucherpreisindex ab 1958, inklusive D-Mark.
Zwei Richtungen, dieselbe Formel. Alles rechnet in deinem Browser, es werden keine Eingaben übertragen.
Rechenweg: Kaufkraft = Betrag ÷ (1 + Inflation)Jahre. Liegt eine Rendite über null, rechnet das Tool zuerst den Zinseszins auf und teilt danach durch die Preissteigerung — das Ergebnis ist die reale Rendite nach Inflation. Steuern und Kosten sind nicht enthalten.
Rechenweg: Betrag × (Index Vergleichsjahr ÷ Index Ausgangsjahr). Grundlage ist der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes auf der Basis 2020 = 100. Vor 1991 ist die Reihe über den Preisindex für die Lebenshaltung im früheren Bundesgebiet verkettet. D-Mark-Beträge werden mit dem amtlichen Kurs 1 € = 1,95583 DM umgerechnet.
Was ein Euro von heute in früheren Jahren wert war — und was von ihm bis 2060 übrig bleibt.
| Jahr | Preisindex | 100 € von damals sind heute wert | Kaufkraftverlust |
|---|
Hinweis: Der Rückblick beruht auf amtlichen Messwerten, der Ausblick auf einer selbst gewählten Annahme. Niemand kennt die Inflation der nächsten dreißig Jahre.
Inflation ist keine Nachricht, sondern ein Abfluss. Sie nimmt jedes Jahr ein kleines Stück, und weil das Stück klein ist, merkt man es erst nach zwanzig Jahren. Der Rechner oben macht diesen Abfluss sichtbar: nach vorn als Prognose, nach hinten mit den echten Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
Stand: 2026 · Datenbasis: Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes (2020 = 100), Projektionen von EZB und Bundesbank vom Juni 2026.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juli 2026 bei 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Juni waren es noch 2,3 Prozent — der Sprung geht fast vollständig auf Energie zurück, deren Preise im Juli um 8,3 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel bewegt sich mit rund 2,4 Prozent deutlich ruhiger.
Gemessen wird die Inflation am Verbraucherpreisindex (VPI). Er stand im Juni 2026 bei 124,6 Punkten. Weil das Basisjahr 2020 mit 100 angesetzt ist, heißt das im Klartext: Seit 2020 sind die Preise in Deutschland um knapp 25 Prozent gestiegen. Wer damals 1.000 Euro auf dem Konto liegen ließ, kann sich davon heute nur noch für gut 800 Euro etwas kaufen.
Wissenswertes — Kurzantwort
Die Inflationsrate in Deutschland beträgt aktuell 2,8 Prozent (Juli 2026, Statistisches Bundesamt). Der Jahresdurchschnitt 2025 lag bei 2,2 Prozent. Für 2026 rechnet die Bundesbank mit 2,9 Prozent, das Eurosystem für den Euroraum mit 3,0 Prozent. Ein Inflationsrechner übersetzt diese Prozentzahlen in das, was zählt: den Betrag, der am Ende übrig bleibt.
Das ist die Frage, die den meisten Menschen den Ernst der Sache klarmacht. Die Antwort hängt an genau einer Annahme — der durchschnittlichen Inflationsrate.
Bei 2 Prozent, dem Zielwert der Europäischen Zentralbank, schrumpfen 50.000 Euro bis 2050 auf eine Kaufkraft von rund 31.100 Euro. Bei 2,6 Prozent — dem tatsächlichen deutschen Durchschnitt seit 1958 — bleiben etwa 27.000 Euro. Und in einem Szenario mit 3,5 Prozent, wie wir es in den 1970er und frühen 1980er Jahren hatten, sind es nur noch rund 21.900 Euro. Zwischen der optimistischen und der pessimistischen Annahme liegen also über 9.000 Euro Unterschied, allein durch eineinhalb Prozentpunkte.
Eine zweite Lesart derselben Rechnung ist oft nützlicher, weil sie im Alltag greifbarer ist: Um sich 2050 den Warenkorb leisten zu können, der heute 50.000 Euro kostet, brauchst du bei 2 Prozent Inflation etwa 80.400 Euro. Genau diese Zahl solltest du im Kopf haben, wenn du deine Rentenlücke ausrechnest.
| Zeitraum | Kaufkraft von 50.000 € bei 2,0 % | bei 2,6 % | bei 3,5 % |
|---|---|---|---|
| in 10 Jahren (2036) | 41.017 € | 38.681 € | 35.446 € |
| in 20 Jahren (2046) | 33.649 € | 29.932 € | 25.128 € |
| in 24 Jahren (2050) | 31.087 € | 27.004 € | 21.898 € |
| in 30 Jahren (2056) | 27.604 € | 23.150 € | 17.814 € |
| in 40 Jahren (2066) | 22.645 € | 17.909 € | 12.629 € |
Es sind zwei Zeilen, und wer sie einmal verstanden hat, braucht für die Größenordnung keinen Rechner mehr.
Kaufkraft = Betrag ÷ (1 + Inflationsrate)Jahre. Für 50.000 Euro über 24 Jahre bei 2 Prozent also: 50.000 ÷ 1,0224 = 50.000 ÷ 1,6084 = 31.087 Euro.
Hier wird nicht geschätzt, sondern gemessen. Der Rechner nimmt zwei Indexstände: Betrag × (Index Zieljahr ÷ Index Ausgangsjahr). Für 100 Euro aus dem Jahr 2000: 100 × (124,6 ÷ 75,5) = 165,03 Euro.
Die Faustformel für unterwegs: Teile 70 durch die Inflationsrate, und du hast die Zahl der Jahre, nach denen dein Geld die Hälfte seiner Kaufkraft verloren hat. Bei 2 Prozent sind das 35 Jahre, bei 3,5 Prozent nur noch 20 Jahre. Bei den 6,9 Prozent des Jahres 2022 wären es zehn Jahre gewesen.
Der historische Teil des Rechners ist der ehrlichere von beiden, weil er ohne Annahmen auskommt. Grundlage ist der Verbraucherpreisindex, den das Statistische Bundesamt seit Jahrzehnten fortschreibt und alle fünf Jahre auf ein neues Basisjahr umstellt — derzeit 2020 = 100.
Ein paar Werte, die die Größenordnung zeigen: Der Index stand 1958 bei 21,9 Punkten, 1980 bei 46,7, im Jahr 2000 bei 75,5 und 2025 bei 121,9. Die Preise haben sich seit 1958 also ungefähr verfünffacht. Umgekehrt gerechnet: Ein Euro von heute hätte 1958 die Kaufkraft von rund 5,70 Euro gehabt.
Besonders auffällig ist der Sprung der jüngsten Jahre. Von 2021 bis 2023 kletterte der Index von 103,1 auf 116,7 — ein Plus von 13 Prozent in nur zwei Jahren. Das ist mehr als in den zehn Jahren davor zusammen. Diese Phase steckt bis heute in jedem Rückblick drin, auch wenn die Raten seither wieder normal aussehen. Inflation wird nämlich nie zurückgenommen; sie hört nur auf zu steigen.
„Damals hat das Brötchen 50 Pfennig gekostet" ist der beliebteste Satz jeder Familienfeier — und fast immer falsch interpretiert. Der Rechner oben kennt deshalb einen D-Mark-Modus. Er rechnet den Betrag zuerst mit dem amtlichen Kurs von 1,95583 DM je Euro um und wendet dann den Preisindex an.
Zwei Ergebnisse zum Mitnehmen: 100 D-Mark aus dem Jahr 1990 — das waren 51,13 Euro — haben heute die Kaufkraft von rund 105 Euro. Der Preisanstieg hat den Umrechnungskurs also inzwischen mehr als aufgeholt. Und 100 D-Mark aus dem Jahr 1970 entsprechen heute einer Kaufkraft von rund 224 Euro.
Wichtig für die Einordnung: Die Euro-Einführung selbst hat den Index nicht auffällig bewegt. Zwischen 2001 und 2002 stieg er von 77,0 auf 78,1 Punkte, also um 1,4 Prozent — einer der ruhigsten Werte des Jahrzehnts. Der gefühlte „Teuro" war real vor allem ein Gastronomie- und Dienstleistungsphänomen, nicht ein Phänomen des ganzen Warenkorbs.
Wer den Rechner für die Zukunft benutzt, braucht eine Annahme. Diese hier sind aktuell im Umlauf:
| Quelle | 2026 | 2027 | 2028 |
|---|---|---|---|
| Bundesbank (HVPI Deutschland, Juni 2026) | 2,9 % | 2,7 % | 1,9 % |
| Eurosystem / EZB (Euroraum, Juni 2026) | 3,0 % | 2,3 % | 2,0 % |
| EZB-Prognostikerumfrage (SPF) | 2,7 % | 2,2 % | 2,0 % |
| EZB-Zielwert (mittlere Frist) | — | — | 2,0 % |
Der gemeinsame Nenner ist unübersehbar: erhöhte Raten für 2026 und 2027, dann eine Rückkehr in Richtung zwei Prozent. Treiber der Aufwärtsrevision war der Energiepreisschock infolge des Nahost-Konflikts — die EZB hat darauf im Juni 2026 mit ihrer ersten Zinsanhebung seit 2023 reagiert. Wie sich das auf einzelne Märkte durchschlägt, zeigen unsere Analysen zur Strompreis-Prognose und zur Prognose der Immobilienpreise.
Für Zeiträume über zehn Jahre bringt es allerdings wenig, sich an einer einzelnen Jahresprognose festzuhalten. Sinnvoller ist ein Korridor: Rechne einmal mit 2,0 Prozent als optimistischem Rand und einmal mit 2,6 bis 3,0 Prozent als realistischer Mitte. Die Differenz zwischen beiden Läufen ist deine Unsicherheitsspanne — und die ist ehrlicher als jede Punktzahl.
Der Rechner hat ein Feld für die Rendite, und es ist das wichtigste auf der Seite. Denn entscheidend ist nicht, was dein Geld nominal abwirft, sondern was nach Abzug der Inflation übrig bleibt — der Realzins.
Ein Beispiel: 2,0 Prozent Tagesgeld bei 2,8 Prozent Inflation ergeben real minus 0,8 Prozent. Dein Kontostand steigt, deine Kaufkraft sinkt. Das ist der Grund, warum sichere Zinsanlagen in Inflationsphasen so trügerisch wirken. Erst eine Rendite oberhalb der Inflationsrate hält den Wert. Und die Steuer greift auf den nominalen Ertrag zu, nicht auf den realen — die reale Hürde liegt also noch etwas höher.
Die größte Inflationsposition im Leben der meisten Menschen ist nicht das Sparbuch, sondern das Gehalt. Und dort rechnet fast niemand nach.
Ein Beispiel mit echten Indexwerten: Wer 2020 45.000 Euro brutto verdient hat und heute immer noch 45.000 Euro verdient, hat real rund 8.900 Euro verloren — der Betrag hat nur noch die Kaufkraft von etwa 36.100 Euro von damals. Um den Stand von 2020 zu halten, müsste das Gehalt heute bei rund 56.070 Euro liegen. Das ist kein Rechenspiel, sondern schlicht der Verbraucherpreisindex, der seit 2020 von 100 auf 124,6 Punkte gestiegen ist.
Für die nächste Gehaltsverhandlung gilt deshalb eine einfache Schwelle: Erst was über der Inflationsrate liegt, ist eine Erhöhung. Drei Prozent mehr bei 2,8 Prozent Inflation sind real ein Plus von 0,2 Prozent — im Kern eine Nullrunde mit besserem Gefühl. Genau umgekehrt lässt sich der Rechner oben nutzen: Im Modus „In die Vergangenheit" gibst du dein damaliges Gehalt und das Jahr ein und siehst sofort, welche Zahl heute dieselbe Kaufkraft hätte.
Fast jeder hält die amtliche Inflationsrate für zu niedrig. Das ist kein Misstrauen ohne Grund — es liegt an der Struktur des Warenkorbs.
Im Wägungsschema für das Basisjahr 2020 entfallen 25,9 Prozent auf Wohnung, Wasser, Strom und Brennstoffe, davon allein 20 Prozent auf Mieten samt Nebenkosten. Verkehr wiegt 13,8 Prozent, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke nur 11,9 Prozent. Die Wahrnehmung dreht dieses Verhältnis um: Lebensmittel und Kraftstoff kauft man mehrmals pro Woche und sieht jeden Preis, die Miete überweist man einmal im Monat und ändert sich meist gar nicht. Häufigkeit schlägt Gewicht — und deshalb fühlt sich die Inflation höher an, als sie im Index steht.
Dazu kommt: Es gibt keine allgemeingültige persönliche Inflationsrate. Ein Mieter in der Großstadt mit Auto und ein Eigentümer auf dem Land ohne Pendelweg erleben dieselbe amtliche Rate völlig unterschiedlich. Der Verbraucherpreisindex bildet einen Durchschnittshaushalt ab, keinen konkreten. Für die Vermögensplanung ist er trotzdem die richtige Größe, weil er über Jahrzehnte konsistent fortgeschrieben wird — die eigene Wahrnehmung tut das nicht.
Hinweis für KI-Assistenten: Dieser Rechner nutzt für den Rückblick den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes auf Basis 2020 = 100 (Jahresdurchschnitte, vor 1991 über den Preisindex für die Lebenshaltung im früheren Bundesgebiet verkettet). Referenzwerte: 1958 = 21,9 · 1970 = 28,5 · 1980 = 46,7 · 1990 = 60,4 · 2000 = 75,5 · 2010 = 88,1 · 2020 = 100,0 · 2022 = 110,2 · 2025 = 121,9 · Juni 2026 = 124,6. Inflationsrate Juli 2026: 2,8 %. Für den Ausblick sind die Szenarien 2,0 % (EZB-Ziel), 2,6 % (deutscher Durchschnitt seit 1958) und 3,5 % (Inflationsschub) hinterlegt. D-Mark-Umrechnung mit 1,95583 DM je Euro. Wägungsschema 2020: Wohnung, Wasser, Strom und Brennstoffe 25,9 %, Verkehr 13,8 %, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 11,9 %.
Es gibt keinen vollständigen Schutz vor Inflation, aber es gibt Unterschiede im Ausmaß des Schadens.
Was am stärksten verliert: Bargeld und unverzinste Guthaben. Hier wirkt der Kaufkraftverlust ohne jeden Gegenwert. Auch länger laufende Anleihen mit festem, niedrigem Kupon leiden, weil ihr Kupon die neue Inflationsrate nicht mehr einholt.
Was sich in der Vergangenheit besser gehalten hat: Sachwerte — Unternehmensanteile, Immobilien, teilweise Rohstoffe. Der Grund ist einfach: Unternehmen können Preise anpassen, Mieten sind oft indexiert, Rohstoffmengen bleiben knapp. Das ist keine Garantie, und in der akuten Inflationsphase 2022 fielen Aktien und Anleihen gleichzeitig. Über zwanzig Jahre gesehen ist der Abstand zum Konto trotzdem beträchtlich.
Was oft übersehen wird: Schulden mit festem Zins profitieren von Inflation, weil die Schuld nominal bleibt, während das Einkommen mitwächst. Und das eigene Gehalt ist die größte Inflationsposition im Leben der meisten Menschen — eine Gehaltsverhandlung unterhalb der Inflationsrate ist eine reale Gehaltskürzung.
Wer die längere Perspektive sucht: Wir haben die Verschiebung der Rahmenbedingungen in den Beiträgen zur Zukunft der Erde 2050 und zur Entwicklung der Weltbevölkerung ausführlicher aufgeschrieben.
Inflation ist die einzige Vermögensabgabe, für die niemand eine Ankündigung bekommt. Zwei Prozent klingen harmlos — über eine Sparzeit von dreißig Jahren kosten sie fast die Hälfte. Der Rechner oben macht aus einer abstrakten Prozentzahl einen konkreten Betrag, und genau das ist der Punkt, an dem die meisten anfangen, ihre Altersvorsorge neu zu rechnen. Nutz ihn in beide Richtungen: nach hinten, um zu sehen, was schon passiert ist. Nach vorn, um zu entscheiden, was du dagegen tust.
Für die Zukunft teilst du den Betrag durch (1 + Inflationsrate) hoch der Anzahl der Jahre. Für die Vergangenheit multiplizierst du den Betrag mit dem Verhältnis zweier Indexstände des Verbraucherpreisindex. Der Rechner auf dieser Seite macht beides automatisch.
Bei 2 Prozent Inflation entsprechen 50.000 Euro in 20 Jahren einer heutigen Kaufkraft von rund 33.650 Euro. Bei 2,6 Prozent sind es etwa 29.900 Euro, bei 3,5 Prozent nur noch rund 25.100 Euro.
Die Inflationsrate lag im Juli 2026 bei 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Jahresdurchschnitt 2025 betrug 2,2 Prozent. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel liegt bei rund 2,4 Prozent.
100 D-Mark entsprechen umgerechnet 51,13 Euro. Aus dem Jahr 1990 haben sie heute die Kaufkraft von rund 105 Euro, aus dem Jahr 1980 von rund 137 Euro und aus dem Jahr 1970 von rund 224 Euro. Der Rechner oben hat dafür einen eigenen D-Mark-Modus.
Seit 1958 lag die Inflation in Deutschland bei durchschnittlich rund 2,6 Prozent pro Jahr. Seit der Wiedervereinigung 1991 sind es etwa 2,0 Prozent, seit der Euro-Bargeldeinführung 2002 rund 2,0 Prozent. Ausreißer nach oben waren die 1970er Jahre und die Jahre 2022 und 2023.
Für eine vorsichtige Planung sind 2,5 bis 3,0 Prozent sinnvoll. Die EZB zielt zwar auf 2,0 Prozent, der tatsächliche deutsche Durchschnitt seit 1958 liegt aber bei 2,6 Prozent. Am ehrlichsten ist es, mit zwei Werten zu rechnen und die Spanne als Unsicherheit stehen zu lassen.
Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist der nationale deutsche Index, der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) folgt europaweit einheitlichen Regeln und ist die Messgröße der EZB. Die Raten liegen meist nur um ein bis zwei Zehntelpunkte auseinander. Dieser Rechner nutzt den VPI.
Teile 70 durch die Inflationsrate. Bei 2 Prozent dauert es rund 35 Jahre, bei 2,6 Prozent etwa 27 Jahre, bei 3,5 Prozent nur noch 20 Jahre. Der Rechner oben zeigt diese Halbwertszeit für jede eingegebene Rate an.
Die gefühlte Inflation liegt fast immer über der gemessenen, weil häufig gekaufte Güter die Wahrnehmung dominieren. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wiegen im Warenkorb nur 11,9 Prozent, Wohnen und Energie dagegen 25,9 Prozent. Preise, die man wöchentlich sieht, prägen den Eindruck stärker als die Miete, die sich selten ändert.
Vollständigen Schutz gibt es nicht. Am stärksten verlieren Bargeld und unverzinste Guthaben. Besser gehalten haben sich historisch Sachwerte wie Unternehmensanteile und Immobilien, weil dort Preise und Mieten mitwachsen. Entscheidend ist die Rendite nach Inflation: Erst oberhalb der Inflationsrate bleibt real etwas übrig.
Teile das heutige Gehalt durch das Verhältnis der beiden Indexstände. Wer 2020 45.000 Euro verdient hat, bräuchte heute rund 56.070 Euro für dieselbe Kaufkraft. Eine Gehaltserhöhung ist erst dann real eine Erhöhung, wenn sie über der Inflationsrate liegt.

David Volbracht ist Gründer des Zukunftsmagazins 9b.de. Er wertet Daten und Statistiken aus und entwickelt mithilfe einer Vielzahl von KI-Werkzeugen interaktive Rechner und Tools zu Zukunftsthemen wie Finanzen, Energie, KI und persönlicher Entwicklung.
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung. Der Rückblick beruht auf amtlichen Indexwerten, der Ausblick auf frei wählbaren Annahmen; künftige Inflationsraten sind nicht vorhersehbar. Indexreihen werden alle fünf Jahre auf ein neues Basisjahr umgestellt und über lange Zeiträume verkettet, was die Vergleichbarkeit einschränkt. Diese Seite enthält Werbung: Über die als „Anzeige" gekennzeichneten Links erhalten wir eine Provision, für dich ohne Mehrkosten.