💶 Stundenlohnrechner
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Wofür wird ein Stundenlohnrechner verwendet?
Ein Stundenlohnrechner ermittelt den exakten Verdienst pro Arbeitsstunde auf Basis des Bruttogehalts oder berechnet umgekehrt das monatliche Bruttoeinkommen aus einem gegebenen Stundenlohn. Er löst das Problem der komplexen Umrechnung zwischen verschiedenen Bezahlungsmodellen und ermöglicht einen direkten Vergleich unterschiedlicher Gehaltsangebote. Das Tool ist unverzichtbar für transparente Verdienstvergleiche bei Jobwechsel, Gehaltsverhandlungen oder Arbeitszeitmodellen.
Ein Stundenlohnrechner ist ein Online-Rechner zur Umrechnung von Bruttogehalt und Arbeitszeit in einen Stundenlohn – und umgekehrt zur Ableitung eines Monatsgehalts aus einem Stundenlohn.
Die Anwendung richtet sich an Arbeitnehmer, die ihr tatsächliches Stundenentgelt ermitteln möchten, an Jobsuchende beim Angebotsvergleich sowie an Arbeitgeber bei der Kalkulation fairer Vergütungsstrukturen. Auch für Freelancer und Selbstständige, die Honorare auf Stundenbasis berechnen, ist der Rechner ein praktisches Hilfsmittel.
Besonders sinnvoll ist der Einsatz bei Teilzeitangeboten, der Mindestlohnprüfung oder der Kalkulation von Überstundenvergütungen. Der Rechner schafft Klarheit über den tatsächlichen Wert der Arbeitszeit. Ein Stundenlohnrechner gehört zu den grundlegenden Online-Rechnern für Gehalt & Arbeitszeit für Gehaltsplanung, Jobvergleich und Arbeitszeitbewertung.
So funktioniert der Stundenlohnrechner zur Gehaltsberechnung
Der Rechner arbeitet bidirektional und benötigt je nach Richtung unterschiedliche Eingaben. Für die Stundenlohnberechnung: Bruttogehalt (monatlich oder jährlich), wöchentliche Arbeitszeit und Angabe des Abrechnungszeitraums. Für die Gehaltberechnung: gewünschter Stundenlohn und wöchentliche Arbeitszeit.
Die Stundenlohnberechnung erfolgt schrittweise: Zunächst wird das Jahresgehalt ermittelt (Monatsgehalt × 12), dann die Jahresarbeitsstunden (Wöchentliche Arbeitszeit × 52). Der Stundenlohn ergibt sich aus: Jahresgehalt ÷ Jahresarbeitsstunden. Bei 3.000 Euro monatlich und 40 Wochenstunden: 36.000 ÷ 2.080 = 17,31 Euro pro Stunde.
Für die Gehaltsberechnung aus dem Stundenlohn werden die Monatsarbeitsstunden berechnet: (Wöchentliche Arbeitszeit × 52) ÷ 12 = etwa 173,33 Stunden bei 40-Stunden-Woche. Das Monatsbruttogehalt: Stundenlohn × Monatsarbeitsstunden. Bei 15 Euro Stundenlohn: 15 × 173,33 = 2.600 Euro monatlich. Der Rechner verwendet standardisierte Annahmen von 52 Wochen pro Jahr und 4,33 Wochen pro Monat.
Typische Anwendungsfälle für einen Stundenlohnrechner
Jobvergleich und Bewerbungsprozess: Jobsuchende nutzen den Rechner, um verschiedene Stellenangebote mit unterschiedlichen Arbeitszeiten und Gehältern objektiv zu vergleichen. Ein Vollzeitjob mit 3.200 Euro bei 42 Wochenstunden kann im Stundenlohn schlechter abschneiden als eine Teilzeitstelle mit 2.000 Euro bei 25 Wochenstunden. Der Rechner macht diese Unterschiede transparent und ermöglicht Entscheidungen auf Basis des tatsächlichen Stundenwerts.
Mindestlohnprüfung: Arbeitnehmer können überprüfen, ob ihr Verdienst über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt. In Deutschland beträgt der gesetzliche Mindestlohn seit dem 1. Januar 2026 13,90 Euro brutto pro Stunde (2025: 12,82 Euro). Besonders bei komplexen Vergütungsmodellen mit Zulagen oder Sonderzahlungen schafft der Rechner Klarheit darüber, ob die Grundvergütung dem Mindestlohn entspricht. Für die Berechnung der tatsächlichen Nettoauszahlung kann anschließend der Brutto-Netto-Rechner genutzt werden.
Gehaltsverhandlungen: In Gehaltsverhandlungen ermöglicht der Rechner, Gehaltsforderungen präzise zu begründen. Wer seinen aktuellen Stundenlohn kennt und mit Branchendurchschnitten vergleichen kann, argumentiert auf soliderer Basis. Auch bei Verhandlungen über Arbeitszeitmodelle – etwa der Wechsel von Vollzeit zu Teilzeit – lässt sich der faire Gehaltsbetrag exakt ermitteln.
Überstundenberechnung: Für die Bewertung von Überstundenvergütungen ist der Stundenlohn die Grundlage. Der Rechner zeigt, wie viel eine zusätzliche Arbeitsstunde wert ist und ob angebotene Überstundenpauschalen fair sind. In Kombination mit einem Stundenrechner zur Überstunden-Dokumentation lässt sich die exakte Anzahl geleisteter Überstunden dokumentieren und abrechnen.
Arbeitszeitmodelle bewerten: Bei der Einführung flexibler Arbeitszeiten wie 4-Tage-Woche, Gleitzeit oder Schichtmodelle hilft der Rechner, die Auswirkungen auf das Gehalt zu berechnen. Arbeitnehmer können ermitteln, wie sich eine Arbeitszeitverkürzung bei gleichbleibendem oder angepasstem Gehalt auf ihren Stundenlohn auswirkt und fundierte Entscheidungen über neue Arbeitszeitmodelle treffen.
Häufige Fehler bei der Stundenlohnberechnung
Vernachlässigung von Sonderzahlungen: Ein häufiger Fehler ist die Berechnung nur auf Basis des Grundgehalts ohne Berücksichtigung von Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Boni. Für den effektiven Stundenlohn sollten alle Jahresbezüge addiert werden. Ein Monatsgehalt von 3.000 Euro plus 6.000 Euro Jahressonderzahlungen ergibt 42.000 Euro Gesamtjahresgehalt, was den Stundenlohn bei 40 Wochenstunden von 17,31 auf 20,19 Euro erhöht.
Verwechslung von Brutto und Netto: Der Rechner arbeitet mit Bruttobeträgen. Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen liegt der Nettostundenlohn deutlich niedriger. Diese Differenz variiert je nach Steuerklasse und persönlichen Verhältnissen erheblich und sollte bei Gehaltsvergleichen beachtet werden.
Ignorieren von Urlaub und Feiertagen: Der Rechner geht von 52 vollen Arbeitswochen aus. In der Realität reduzieren Urlaub, Feiertage und Krankheitstage die tatsächlich geleisteten Stunden, während das Gehalt gleichbleibt. Der real "erarbeitete" Stundenlohn liegt daher höher als der berechnete theoretische Wert.
Häufig gestellte Fragen zum Stundenlohnrechner
Bei einer 4-Tage-Woche berechnen Sie zunächst Ihre wöchentliche Gesamtarbeitszeit (z.B. 4 Tage × 8 Stunden = 32 Stunden). Geben Sie diese 32 Stunden als wöchentliche Arbeitszeit in den Rechner ein. Bei einem Monatsgehalt von 3.000 Euro ergibt sich: (32 × 52) ÷ 12 = 138,67 Monatsstunden, was einen Stundenlohn von 21,64 Euro ergibt – höher als bei einer 40-Stunden-Woche mit gleichem Gehalt.
Sonderzahlungen erhöhen Ihr Jahresgesamteinkommen und damit Ihren effektiven Stundenlohn erheblich. Addieren Sie alle Sonderzahlungen zu Ihrem Jahresgrundgehalt (z.B. 12 × 3.000 = 36.000 Euro + 6.000 Euro Weihnachtsgeld = 42.000 Euro). Bei 40 Wochenstunden (2.080 Jahresstunden) ergibt sich ein effektiver Stundenlohn von 20,19 Euro statt 17,31 Euro ohne Sonderzahlungen.
Bei einer Arbeitszeitverkürzung mit gleichbleibendem Gehalt steigt Ihr Stundenlohn automatisch. Beispiel: Reduzierung von 40 auf 32 Wochenstunden bei 3.000 Euro Monatsgehalt erhöht den Stundenlohn von 17,31 auf 21,64 Euro. Wird das Gehalt proportional gekürzt, bleibt der Stundenlohn theoretisch gleich. Der Rechner hilft, beide Szenarien durchzuspielen und die finanzielle Auswirkung vorab zu kalkulieren.
Hinweis: Die Berechnungen dieses Rechners basieren auf Bruttowerten und standardisierten Annahmen. Für rechtsverbindliche Gehaltsabrechnungen, steuerliche Fragen oder arbeitsrechtliche Beratung konsultieren Sie bitte Ihre Personalabteilung, einen Steuerberater oder Fachanwalt für Arbeitsrecht. Der gesetzliche Mindestlohn und steuerliche Regelungen können sich jährlich ändern. Aktuelle Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
